Fortbildungen

 

Traditioneller Jazz – Improvisation im Anfängerensemble

vollständige Beschreibung
Datum: 02.10.2019
Uhrzeit: 09.30 Uhr bis 16.00 Uhr
Veranstaltungsort: Hochschule für Musik und Theater München, Hochschulgebäude Luisenstraße 37a
Anmeldeschluss: 25.09.2019
Aktenzeichen: E795-0/19/5

(Anmeldung unter fortbildung.schule.bayern.de )

Dozent: Peter Möltgen (Leiter der Jazzband am Feodor-Lynen-Gymnasium Planegg, Mitarbeiter der LAG Jazz an Schulen in Bayern, Spezialist für Arrangieren für untere Schwierigkeitsgrade und für die Didaktik der Improvisation, Mitglied der Lehrer Big Band Bayern)
Inhalt der Fortbildung: Band ohne Noten: Zu Recht gibt es in der Jazz- und Banddidaktik wachsendes Interesse an diesem Thema. Immer mehr Schulbands haben keine standardisierte Besetzung, mit der man handelsübliche Bigband-Arrangements spielen kann, immer größer wird auch das Gefälle zwischen den spielerischen Fähigkeiten der Jugendlichen, die miteinander in einem Ensemble spielen wollen. Und für die Improvisation ist das Melodiespiel nach Gehör ohnehin eine Schlüsselkompetenz. In dieser Fortbildung soll gezeigt werden, welche Möglichkeiten die traditionellen Jazzstile, also New Orleans und Dixieland im weitesten Sinne für die Didaktik des Ensemblespiels ohne Noten und der Improvisation bieten:
– Man kann – anders als im Bebop – von einfachsten harmonischen Grundstrukturen ausgehen (vgl. etwa den volksliedhaften New-Orleans-Jazz von Bunk Johnson und George Lewis), hat aber dennoch feste Chorusformen als Basis.
– So, wie sich in dieser Epoche die Jazzimprovisation allmählich von der Melodieparaphrase zum eigenständigen Solochorus entwickelt hat, können auch die Schüler Anregungen zur Melodieveränderung (z.B. chromatische Umspielung, Hinzufügen, Weglassen und Verändern von Auftaktphrasen) erhalten und sich auf diese Weise dem Improvisieren annähern.
– In der Kollektivimprovisation muss sich der einzelne Schüler noch nicht solistisch exponieren, kann sich aber dennoch an das Improvisieren herantasten.
– Es bieten sich Möglichkeiten, mit Ensembles unterhalb der Bigbandgröße Stücke als Head- Arrangement zu erarbeiten.
Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte aller Schularten, die Jazzensembles – vor allem der unteren Schwierigkeitsgrade – leiten. Im Kurs werden durch eigene Spielübungen und mit möglichst wenig Noten die oben genannten Fertigkeiten (harmonische Erschließung, Melodieparaphrase, Dixieland-Kollektiv, Head-Arrangement) eingeübt. Je nach den Wünschen der Teilnehmer kann in der zweiten Hälfte die Dixieland-Stilistik vertieft oder das Konzept auf andere Stilrichtungen übertragen werden. Für die Gruppendynamik im Kurs ist es dringend erforderlich, dass die Teilnehmer auch aktiv musizierend mitwirken. Wer eines der stiltypischen Instrumente (Trompete, Posaune, Sopransaxophon, Klarinette, Tuba, Banjo) – auch nur als Nebeninstrument – spielt, sollte dieses mitbringen. Natürlich sind auch alle anderen Instrumente willkommen.
Peter Möltgen kann auf eine über 25-jährige Erfahrung in der Leitung von Jazzensembles mit Schülern zurückblicken, und ist als Instrumentalist in den verschiedensten Stilrichtungen des Jazz aktiv, unter anderem in der Lehrer Big Band Bayern.
Die Lehrerfortbildung findet in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater München statt.
Bemerkung:
Schularten: Gymnasium, Realschule, Mittelschule, Förderschule
Zielgruppen: Bigbandleiter, Bläserklassenleiter, Musiklehrer
Maximale Teilnehmerzahl: 20